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GNU

Aus Linux

GNU (Kurzform für "GNU's not Unix") ist ein von Richard M. Stallman entwickeltes Betriebessystem, welches sich durch seinen Namen klar von dem properitären Unix, welches sich zu dieser Zeit kommerzialisierte, differenzieren wollte.[1][2]

Dabei stand ebenfalls im Fokus "freie" Software zu entwickeln, oft wird hier der Begriff "frei" mit der Preisgestaltung in Verbindung gebracht, der Begriff "frei" steht hier aber nicht für den Preis, sondern für die Freiheit des Nutzers, welcher die Software nach belieben verändern, verbreiten und verwenden kann.

1971 begann Richard M. Stallman seine Arbeit im MIT (Massachusetts Institute of Technology) Artificial Intelligence Lab, in welchem er als "AI lab staff system hacker" arbeitete und die Aufgabe hatte das ITS ("the Incompatible Timesharing System")[1], welches die Leistung eines Servers auf verschiedene Computer aufteilt[3], zu verbessern.[1]

1983 stellte er seine Pläne zum Projekt "GNU" vor, das Projekt wurde mit aufgenommen, um das kommerzialisierte und properitäre Unix zu übertreffen und neue Standards zu setzen.[2]

1985 wurde die "Free Software Foundation" gegründet, unter den Mitgründern befand sich auch Richard M. Stallman, der Erfinder des GNU-Projektes. Nicht nur durch den gleichen (Mit)Gründer bestand eine starke Verbindung zwischen der Free Software Foundation und dem GNU-Projekt, sondern auch wegen den ähnlichen Plänen und Vorstellungen für Software.[2]

Für das GNU-Projekt wurde ein eigener Lizenz-Begriff entwickelt, welches von Richard M. Stallman entwickelt wurde, er nannte das Lizenzierung "Copyleft", ein Wortspiel als Anlehnung auf den urprünglichen Begriff "Copyright", es soll zeigen, dass das Urherberrecht hier andersherum läuft, der Nutzer also die Rechte hat, daher auch der Slogan "All rights reversed", welcher ebenfalls ein Wortspiel als Anlehnung auf den Slogan vom "Copyright" ist, dieses hat nämlich den Slogan "All rights reserved". Mit diesem neuen Namen und Slogan soll eine klare Abgrenzung zwischen properitärer Software und der freien, im Rahmen des GNU-Projektes entwickelten Software, geschaffen werden.[2]


Zudem wurde im Rahmen des GNU-Projektes ein eigenes Lizenz-System, die GNU General Public License (GNU GPL).[2] Über die Zeit hinweg, hat sich diese Lizenz verändert und ist in verschiedenen Formen existent, so wird meistens die GNU GPL 3 verwendet, sie stellt die dritte Version der Lizenz dar und wurde im Jahr 2007 veröffentlicht und diente seither als die neueste und die standarmäßig verwendete Lizenz in der "Open-Source"- und Linux-Welt.

Das GNU-Projekt hat auch andere Lizenzen, nicht basierend auf der GNU General Public License, entwickelt, dazu gehören unter anderem die

  1. GNU Lesser General Public License (GNU LGPL), welche es erlaubt nur die Bibiliotheken für die Software offen zu halten und den eigentlichen Quellcode zu "verstecken".[4]
  2. GNU Affero General Public License (GNU AGPL),welche , sobald ein Webzugriff möglich ist, verlangt, dass der Quellcode öffentlich verfügbar ist.[5]
  3. GNU Free Documentation License (GNU FDL), genutzt für Dokumentationen.[6]


Hier eine kurze Übersicht der verschiedenen GNU GPL Varianten, von der ersten Version GNU GPL 1 bis zum heutigen Standard GNU GPL 3

Lizenz Erscheinungsdatum Erlaubt Verboten
GNU GPL 1[7] Februar 1989[7] • Nutzung

• Verbreitung • Veränderung • Kommerzialisierung (Viele Schlupflöcher und unklarheiten)[7]

• Zurückhaltung des Quellcodes[7]
GNU GPL 2[8] Juni 1991[8] • Nutzung

• Verbreitung • Veränderung • Kommerzialisierung[8]

• Zurückhaltung des Quellcodes[8]
GNU GPL 3[9] 29. Juni 2007[9] • Nutzung

• Verbreitung • Veränderung • Kommerzialisierung[9]

• Zurückhaltung des Quellcodes

• Software auf Hardware sperren • Nutzerrechte durch Patente oder DRM einschränken[9]


Einzelnachweise

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  1. 1,0 1,1 1,2 Vgl. The GNU Project. Abgerufen am 2025-12-21.
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 Vgl. Was ist das GNU Project?. Abgerufen am 2025-12-21.
  3. Vgl. Time Sharing Operating System: Examples, Advantages, Disadvantages. Abgerufen am 2025-12-21.
  4. Vgl. GNU Lesser General Public License. Abgerufen am 2025-12-30.
  5. Vgl. GNU Affero General Public License. Abgerufen am 2025-12-30.
  6. Vgl. GNU Free Documentation License. Abgerufen am 2025-12-30.
  7. 7,0 7,1 7,2 7,3 Vgl. GNU General Public License, version 1. Abgerufen am 2025-12-30.
  8. 8,0 8,1 8,2 8,3 Vgl. GNU General Public License, version 2. Abgerufen am 2025-12-30.
  9. 9,0 9,1 9,2 9,3 Vgl. GNU General Public License. Abgerufen am 2025-12-30.